Antarktis vor dem Kipppunkt: Ein globaler Dominoeffekt droht!
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Antarktis vor dem Kipppunkt: Ein globaler Dominoeffekt droht!

von Arne
Antarktis und das Meer

Dass der Klimawandel in vollem Gang ist, bemerkt ihr mittlerweile tagtäglich. Jeden Tag wieder gibt es neue Warnmeldungen über hohe Temperaturen oder gar Berichte über Hitzewellen in ganz Europa. Jetzt schlagen Experten abermals Alarm: In einem Klima-Artikel in der Fachzeitschrift Nature warnen führende Klimaforscher vor einem Kipppunkt der Antarktis, der eine Art Dominoeffekt auslösen könnte. Wie es aussieht, wird dieser unaufhaltbar sein!

Kaiserpinguine sterben vermutlich aus

Demnach rechnen die australische Klimawissenschaftlerin Nerilie Abram und einige Forscherkollegen mit einer abrupten Veränderung und schlimmen Folgen für den Planeten. Derzeit beobachte man nämlich einen starken Eisverlust der Antarktis. Dieser Trend sei bereits seit Jahren intakt und werde sich noch weiter fortsetzen. Genau dies könnte zur genannten Kettenreaktion führen:

Da immer mehr Eis, besonders im Westantarktischen Eisschild, abschmilzt, strömt immer mehr Wasser ins Meer. Der Meeresspiegel steigt. Man rechne mit einem globalen Anstieg von im schlimmsten Fall bis zu 3 Metern. Dies führe nicht nur dazu, dass Küsten überschwemmt würden, sondern treibe noch mehr warmes Wasser an die Spitzen des Eises. In der Folge schmelze noch mehr Eis. Ein Kreislauf, der sich selbst beschleunigt.

Kaiserpinguine auf einer Eisscholle

Bereits jetzt seien die Vorgänge an den beliebten Kaiserpinguinen gut zu beobachten: Seit 2016 habe sich die Anzahl der Kolonien der Tiere halbiert, da einfach nicht genug Eis beziehungsweise Lebensraum zur Verfügung stehe. Tendenz steigend. Man rechne damit, dass Kaiserpinguine bis zum Jahr 2100 ausgestorben sein werden.

Schlaf auf Schlag

Das ist aber noch nicht alles: Die abtauenden Eismassen könnten die Meeresströmungen in der Antarktis verändern. Die bis jetzt wichtigen tiefen Strömungen würden abgeschwächt. Dadurch werden weniger Sauerstoff, Nährstoffe und Wärme in die Weltmeere gebracht. In der Folge können die Meere weniger CO2 aufnehmen. Ein Teufelskreis.

Gibt es eine Lösung? Die Forscher gehen davon aus, dass der bereits in Gang gesetzte Prozess unumkehrbar ist. Die globalen Kippkaskaden seien bereits ausgelöst. Sollte man das Erdklima mit einer minimalen Überschreitung von 1,5 °C stabilisieren können, könnten sich die Auswirkungen weniger dramatisch zeigen. Kurzum: Keine schönen Aussichten für die Zukunft und ein Weckruf für alle, die sich bis jetzt eher gleichgültig verhalten haben.

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